Feuerland tauften die europäischen Seefahrer 1520 das Insellabyrinth.
Stürme, Sonne und peitschender Regen folgten in rascher Folge, starke Wellen aus unvorhersehbarer Richtung erschwerten die Fahrt durch diese tierra incognita. Sie sahen schneebedeckte, wolkenverhangene Berge und entlang der Ufer zahllose unerklärliche Lichter. Dass hier Menschen leben könnten übertraf die Vorstellungskraft der Entdecker.
Die Landschaft hat bis heute nichts von ihrer Urgewalt verloren.
Die Feuer der Yaghanen jedoch sind erloschen.
 
    Der Pater und Forscher Martin Gusinde hat in den zwanziger Jahren viele Monate mit den Yaghanen verbracht, um ihre Bräuche und Rituale zu studieren. Er hat fotografiert und die Gesänge der Yaghanen auf Wachswalzen aufgezeichnet. Einer der Sänger heißt „Calderón“, ein Verwandter Cristinas. Für Cristina würde es ein einzigartiges Erlebnis, bei den Dreharbeiten zum ersten Mal die damals aufgezeichneten Gesänge zu hören. Sie kann die alten Gesänge deuten, denn nur sie spricht noch die Sprache Yaghan.  
    Cristina kennt auch die Orte, die den Yaghanen wichtig waren, wie
  • Wulaya Bay, wo sie als kleines Mädchen lebte – und von wo 1830 der Yaghanjunge „Jemmy Button“ zur – wie man damals meinte - Zivilisierung nach England entführt wurde, ein Beispiel für ein zerstörtes Leben.
  • Mejillones, wo sich die Nomadenfamilien trafen, um den erfolgreichen Fang zu teilen und wo auch die Initialisierungsriten gefeiert wurden.