![]() |
Gunther Plüschow (8.2.1886-28.1.1931) flog
als erster Mensch Ende der zwanziger Jahre mit dem "Silberkondor über
Feuerland".
Unter großem persönlichen Einsatz bereitete er diese Expedition vor. In Büsum wurde ein Kutter gebaut: er war ausreichend groß für die Atlantiküberquerung und auch geeignet, anschließend als Versorgungsschiff in den Fjorden von Feuerland die Erkundungsflüge zu begleiten. Das zerlegte Flugzeug wurde nach Punta Arenas (Chile) verschifft und vor Ort zusammengebaut. Menschen, wie u.a. der Ingenieur und Kameramann Ernst Dreblow unterstützten Gunther Plüschow bei seinem Lebenstraum. Entstanden sind ein Buch und ein zweistündiger Dokumentarfilm, welche die Abenteuer dieser Entdeckungsreise wiedergeben. Wer war Gunther Plüschow, dessen Beschreibungen so voller Begeisterung und Wärme sind und auch von seiner zähen Willenskraft und Zielstrebigkeit zeugen? Erste Bekanntheit erlangte er durch "Die Abenteuer des Fliegers von Tsingtau"(Auflage ca. 800.000): er war die kaiserliche Ein-Mann-Luftwaffe 1914 in Tsingtau, als der erste Weltkrieg ausbrach. Im November 1914 erhielt er den Befehl, mit den Geheimdokumenten der Kolonie zu fliehen. Daraus entwickelte sich eine neunmonatige Odyssee durch drei Erdteile. Mitte der zwanziger Jahre fuhr Gunther Plüschow mit der Viermastbark "Parma" zur "Segelfahrt ins Wunderland", einer Reise durch das chilenische Patagonien. Mit seinen Flügen über Feuerland und über die patagonischen Anden erlangte Gunther Plüschow internationale Anerkennung als Pionier und Forscher. Während er heute in Deutschland in Vergessenheit geraten ist, wird er in Südamerika weiterhin verehrt: Straßen tragen seinen Namen, an der Absturzstelle am Lago Argentino gibt es einen Gedenkstein und in Buenos Aires ist die Plüschow-Gesellschaft tätig. |
||||||||
![]() |
|||||||||
|
|||||||||