![]() |
Von April bis Juli 1994 sind dem
Völkermord in Ruanda etwa eine Million Menschen zum Opfer gefallen.
Häufig kennen die Überlebenden die Mörder ihrer Angehörigen,
waren Zeugen des grausamen Mordens. In den abgelegenen Dörfern behandeln die humedica-Ärzte hauptsächlich die Hinterbliebenen - Witwen und Kinder. In den überfüllten Gefängnissen des Landes sitzen seit 9 Jahren vor allem die Mörder und Vergewaltiger, auch hier ist ärztliche Hilfe erforderlich. Auf unserer Reise haben wir nicht nur Einblick in die engagierte Arbeit des Ärzteteams unter schwierigsten Bedingungen erhalten. Uns begegneten Frauen, die uns ihre furchtbaren Erlebnisse während des Völkermords schilderten. Wir hatten Gelegenheit, mit Gefangenen und einem Gefängnisleiter zu sprechen und ein Resozialisierungscamp zu besuchen. Ein Regierungsplan sieht die Entlassung von etwa 40.000 Geständigen vor. Nach einem Aufenthalt in einem Resozialisierungscamp und einer Dorfgericht-verhandlung (Gacaca) sollen sie in die Dorfgemeinschaft reintegriert werden. Im Augst 2003 haben die ersten Wahlen seit Ruandas Unabhängigkeit stattgefunden. Präsident Paul Kagame wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt, seine Politik der Versöhnung bestätigt. Mehr Infos zu der Ärzte-Hilfsorganisation: www.humedica.de |
||||||||
![]() |
|||||||||
![]() |
|||||||||
|
|||||||||